Konditor/in: Ausbildung, Weiterbildung und Prüfung

Torten, Pralinen, Kuchen und Speiseeis – in der Ausbildung zum Konditor geht es lecker zu! Wir geben Ihnen einen ausführlichen Einblick in die Konditorausbildung und worauf es bei der Ausbildung ankommt.

 

Für Ihre Abschlussprüfung haben wir umfangreiche Informationen gesammelt, die Ihnen helfen ihre Prüfung souverän zu bestehen.

 

Zusätzlich zeigen wir Ihnen u.a. mithilfe von Videos was in der Prüfung dran kommt und wie Sie sich optimal vorbereiten können. Das Teigdesigner Team wünscht Ihnen viel Spaß beim lesen.

 

BErufsbild konditor/in

Ein Konditor stellt Zuckererzeugnisse wie Torten, Kuchen, Pralinés, Petit Fours, kandierte Früchte aber auch Speiseeis her. 

Eine Konditorei unterscheidet sich von einer Bäckerei daher, dass hier kein Brot hergestellt wird und das herstellen von Fein- und Süßgebäck hier geradezu als Kunst zelebriert wird.

 

Dabei stammt der Beruf Konditor von dem Bäcker ab. Alles hat mit der Lebkuchenherstellung begonnen, daraus wurden dann später die Zuckerbäcker und heute ist es eine eigene Berufsbezeichnung.

 

Aber als Konditor muss man nicht zwangsläufig in einer Konditorei oder Bäckerei arbeiten. Auch Restaurants, Cafés und Hotelküchen und die Süß- und Backwarenindustrie beschäftigen Konditoren. Auch auf Kreuzfahrtschiffen sind gut ausgebildete Konditoren gerne gesehen.

 

Damit die Köstlichkeiten schon morgens fertig zum verkaufen sind, müssen Konditoren, genau wie auch Bäcker, früh aufstehen und sich an die Arbeit machen.

 

Die Zutaten müssen bereitgestellt werden, der Teig vorbereitet und dann fängt die Arbeit erst an. Das Besondere am Beruf des Konditors ist, das man ein Auge für Ästhetik hat, da Kuchen, Torten und all die anderen leckeren Dinge verziert und regelrecht geschmückt werden, denn das Auge isst ja bekanntlich mit und daher ist filigranes Arbeiten wichtig.

 

An Feiertagen ist natürlich besonders viel zu tun. Viele Dinge bereitet ein Konditor extra auf Bestellung zu, wie zum Beispiel Hochzeitstorten oder Kuchenplatten, die oftmals individuell, auf Wunsch des Kunden, verziert werden. Aber ein Konditor ist nicht nur für die Herstellung der Leckereien, sondern oft auch für die Kundenberatung und Verkauf an der Theke zuständig. Außerdem muss er darauf achten, dass immer genug Zutaten da sind, und dass die Maschinen regelmäßig gewartet und gereinigt werden.


Voraussetzungen

  • Geschicklichkeit und Sinn für Ästhetik (z.B. beim Dekorieren von Torten)
  • Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Einhalten lebensmittelrechtlicher Vorschriften)
  • Gute körperliche Konstitution (z.B. beim Heben von schweren Backblechen)
  • Sorgfältig und ordentliche Arbeitsweise
  • Kreativität, Teamfähigkeit und die Bereitschaft früh aufzustehen ist von Vorteil
  • Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Betriebe bevorzugen jedoch Bewerber/innen mit (mindestens) gutem Hauptschulabschluss 

aUSBILDUNG

Die Ausbildung geht drei Jahre und findet dual statt. Das heißt, Sie werden sowohl in einem Betrieb arbeiten als auch die Berufsschule besuchen. Gegen Ende der Ausbildung legen Sie eine Prüfung ab, die aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil besteht.

 

Wenn Sie die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, erhalten Sie einen Gesellenbrief und können von Nun an direkt in den Beruf starten .Konditoren arbeiten vor allem in Cafés oder Bäckereien, dem Patisseriebereich großer Hotels und Restaurants oder auch in der Back- und Süßwarenindustrie – auf der Suche nach der passenden Ausbildungsstelle haben Sie viele Möglichkeiten.

 

In Ihrer Ausbildung zum Konditor werden Sie eigenständig oder im Team tätig sein und die Produkte entweder nach eigenen Ideen oder nach Kundenwünschen herstellen. Dabei praktizieren sie richtige Handarbeit: Sie suchen sich die Zutaten heraus, wiegen sie ab und verarbeitest sie schließlich zu einem Produkt.

 

 Ruhige Hände und eine sorgfältige Arbeitsweise sind von Vorteil. Denken Sie bitte auch daran, dass Sie viel im Gehen und Stehen arbeiten werden. Zur Erleichterung der Arbeit stehen den Konditoren aber auch einige Maschinen und Geräte zur Verfügung, wie Rühr- und Knetmaschinen. Wenn sie einen Überblick über die Konditorausbildung bekommen möchten empfehlen wir den Erfahrungsartikel von Tortenlust sowie die Videoserie von Kuchenfee Lisa.

 

Ausbildungsverkürzung

 

Umfangreiche Informationen unter welchen Voraussetzungen Sie Ihre Ausbildung verkürzen können finden sie in folgender Übersicht.
Generell solltet ihr, wenn ihr die Ausbildung verkürzen wollt, dies im Voraus mit eurem künftigen Arbeitgeber besprechen. 

 

Generell dauert die Konditorausbildung 3 Jahre. Die Lehrzeit kann man jedoch aus bestimmten Gründen verkürzen. Zum Beispiel wenn Sie Abitur haben, können Sie die Ausbildung um 12 Monate verkürzen, dass heißt man steigt dann im 2. Lehrjahr ein.

 

Der Antrag muss eine Stellungnahme des Ausbildenden sowie der Berufsschule über den aktuellen Leistungsstand enthalten. Fügen Sie auch das letzte Jahreszeugnis oder eine Notenbestätigung der Berufsschule bei. Reichen Sie den Antrag über die zuständige Innung bei der Handwerkskammer ein.

 

Des Weiteren kann man, wenn man besonders gut ist, einen weiteren Antrag auf Verkürzung stellen und am Ende der Ausbildung noch einmal ein halbes Jahr verkürzen, sodass die kürzeste Konditorausblidung 11/2 Jahre beträgt.

 

Der Ausbildungsbetrieb muss "gute" bis "sehr gute" praktische Leistungen bescheinigen. Der Notendurchschnitt in den prüfungsrelevanten Fächern der Berufsschule muss mindestens "gut" (2,5) betragen.

 

Unserer Meinung nach ist das Verkürzen aus schulischer Sicht für Niemanden, der Abitur hat, ein Problem, da man das 1. Schuljahr sehr leicht nachholen kann. Sie sollten sich allerdings fragen ob Sie in praktischer Hinsicht schon soweit sind.


gehalt

  • 1. Ausbildungsjahr: 265 - 430€
  • 2. Ausbildungsjahr: 285 - 550€
  • 3. Ausbildungsjahr: 315 - 670€
  • Einstiegsgehalt: Zwischen 1400 ,- € und 1700 ,-€ Brutto
  • Meister mit Verantwortung können bis zu 3100 ,- € verdienen


Prüfung


Zwischenprüfung:

 

Die Prüfung ist nur insofern wichtig, da man sie für die Zulassung zur Gesellenprüfung benötigt, ansonsten soll die Prüfung die Azubis auf die Prüfungssituation vorbereiten. Durchfallen kann man bei dieser Prüfung nicht, lediglich schlecht abschneiden. Die Zwischenprüfung erfolgt im zweiten Lehrjahr.

 

Abschlussprüfung:

 

Die Abschlussprüfung besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil. 

Teil der Abschlussprüfung ist auch das Fachgespräch das vor der Prüfungskommission abzulegen ist. Das Fachgespräch dauert ca. 15-20 Minuten. Eine Verlängerung um 10 Minuten kann im Einzelfall erfolgen. 

 

Achtung: Der Prüfling hat nach Ablauf seines Vertrags keinen Anspruch auf Verlängerung seines Ausbildungsvertrags bis zum Ende einer zeitlich später liegenden Prüfung.

 

Ein Verlängerungsanspruch besteht erst, wenn die Prüfung abgelegt, aber nicht bestanden wurde. Der Prüfling kann in diesem Fall eine Verlängerung seines Ausbildungsvertrags bis zur nächsten Wiederholungsprüfung verlangen. Diese ist allerdings maximal für ein Jahr möglich.

 

Eine nicht bestandene Gesellenprüfung kann zweimal wiederholt werden. Wer bereits dreimal vergeblich an einer Gesellen- oder Abschlussprüfung teilgenommen hat, hat auch bei einer erneuten Ausbildung im selben Beruf keinen Anspruch darauf, zum vierten Mal zur Prüfung zugelassen zu werden. 


Meisterausbildung

Nach dem Abschluss der Ausbildung zum Konditor/in gibt es viele Möglichkeiten, beruflich weiterzukommen.

Mit der Ausbildung zur Konditormeisterin oder zum Konditormeister steigen die Aussichten auf eine leitende Position. Auch wer sich selbständig machen möchte, braucht die Meisterprüfung, die ebenfalls zur Ausbildung berechtigt.

 

Die Meisterprüfung ist eine staatliche Prüfung, die nach den Vorschriften der §§ 45 ff bzw. §§ 51a ff der Handwerksordnung und der hierzu erlassenen Verordnungen abgenommen wird.

 

Die Vorbereitung auf die Meisterprüfung erfolgt in eigens dazu eingerichteten Meistervorbereitungslehrgängen, die z.B. von den Bildungseinrichtungen der Handwerkskammern und den → Fachschulen im Konditorenhandwerk angeboten werden.

 

Wie Sie Ihre Meisterausbildung durch öffentliche Mittel fördern können erfahren Sie im Bereich FÖRDERMITTEL.

 

Wer sich fortbilden möchte, kann, wenn er denn einen Meisterbrief besitzt, auch bestimmte Studiengänge an der Universität belegen, und somit in eine andere Lebensmittelbranche einsteigen.


karrierechancen

  • Konditormeister/in 
  • Backstubenleiter/in.
  • Ausbilder im Betrieb
  • Chefpatissier in einem gehobenen Hotel oder Restaurant
  • Eigener Konditoreibetrieb

Kuchenfee lisa

Die junge Konditorin Lisa Schmitz bringt Kuchenfans bei, ihre Torten aufwändig zu dekorieren - in der realen Welt in Form von Backkursen und auf Ihrem Youtube Kanal. Dort hat Kuchenfee Lisa eine riesige Fan Gemeinde.

 

In ihrem Youtube-Kanal Lisas Zuckerhäuschen verrät sie, wie ein Arbeitstag als Konditorin aussieht und was man bei der Gesellenprüfung drauf haben sollte. Auch in ihrem anderen Kanal Kuchenfee Lisa gibt es viele Infos dazu für euch und natürlich, wie ihr die perfekten Torten und Kuchen hinbekommt! 

 

Lisa geht auch auf Leserkommentare ein und auf Ihrer Internetseite könnt Ihr sogar Ihre Backkurse buchen.

 

Die Videos sind von ausgesprochen hoher Qualität und sehr hilfreich um mehr über das Konditorhandwerk zu erfahren und um seine Fähigkeiten zu verbessern.



Kommentar schreiben

Kommentare: 4
  • #1

    Isabella (Dienstag, 21 März 2017 11:44)

    Das mit den Prüfungsfragen ist ja klasse, sehr hilfreich die Seite.

  • #2

    katha (Sonntag, 02 April 2017 12:45)

    Danke, der Artikel ist echt hilfreich. Die Kuchenfee kannte ich vorher gar nicht, super Tipp :-)

  • #3

    Teigdesigner (Mittwoch, 12 April 2017 10:51)

    Vielen Dank :-)

  • #4

    Franz (Montag, 25 Dezember 2017 19:34)

    Des häts schon vor 35 johr geben sollen hätte mir etwas leichter gemacht -aber gesellen Brief in der Hand