Bäckereifachverkäuferin: Ausbildung, Prüfung und Weiterbildung

Ausbildung und Prüfung zur Bäckereifachverkäuferin

In diesem Artikel erfahren Sie alles wichtige über die Ausbildung und Prüfung zur Bäckereifachverkäuferin.

 

  • Welche Anforderungen benötigen Sie um die diesen Beruf ausüben zu können?
  • Welche Ausbildungsinhalte und Weiterbildungsangebote gibt es?
  • Was verdienen Sie in diesem Beruf und wie läuft das eigentlich mit den Prüfungen ab?

Antworten finden Sie im folgenden Artikel, ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Berufsbild bäckereifachverkäuferin

Eine Verkäuferin in einer Bäckerei muss sehr viel mehr leisten, als lediglich zu verkaufen. Die Aufgaben sind vielfältig und meist auch sehr anspruchsvoll, denn hierbei muss auch die perfekte Beratung des Kunden beachtet werden. 

 

Die Ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin gilt als anerkannter Ausbildungsberuf.

 

Genau genommen heißt der Ausbildungsberuf "Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk mit dem Schwerpunkt Bäckerei". Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet in Bäckereien und an den Berufsschulen statt.

 

In der Ausbildung lernen Bäckereifachverkäufer/innen, wie man Brot und andere Backwaren sowie Snacks verkauft und die Kunden berät.

 

Sie lernen in der Ausbildung auch, wie Backwaren in der Theke appetitlich präsentiert werden, der Verkaufsraum dekoriert wird und wie alles ordentlich und sauber gehalten wird.

 

Auch das Zubereiten belegter Brote und kleiner Snacks gehört zu den Aufgaben, die Bäckereifachverkäuferinnen lernen. Ebenso werden sie mit diversen Aufgaben in den Lagerräumen vertraut gemacht, müssen im Ladenbackofen Teigrohlinge aufbacken und Bestellungen aufgeben. Wenn ein Café zur Bäckerei gehört, erlernen sie auch das Servieren.

 

Wenn Sie den Beruf der Bäckereifachverkäuferin erlernen möchten, sollten Sie gerne Kontakt mit Kunden haben. Wenn Sie gut rechnen können, ist dies auf jeden Fall von Vorteil, da Sie hin und wieder auch etwas im Kopf ausrechnen müssen. In der Bäckerei ist es oft warm, gerade im Laden hinter der Theke kann sich Hitze anstauen - durch die Beleuchtung oder auch durch den Ladenbackofen. Hitze sollten Sie vertragen können.

 

Bei der Arbeit stehen Sie fast den ganzen Tag, das kann am Anfang etwas anstrengend sein, daran gewöhnen Sie sich aber relativ schnell. Ebenso verhält es sich mit dem früh aufstehen.

 

Sie bedienen nicht nur Kunden, sondern sind auch für die Abrechnung der Kasse zuständig. Sie bestellen neue Waren und Verpackungsmaterialien und halten die Theke sowie den Verkaufsraum sauber.

 

Die Arbeitszeiten sind je nach Betrieb sehr unterschiedlich. Für einige geht der Arbeitstag um 5:30 Uhr los, andere wiederum fangen schon um 1:00 an, um belegte Brötchen vorzubereiten, Kuchen aufzuteilen, Ladentheken ansprechend zu gestalten usw. 

 

Damit die Kunden für ihr Frühstück frisches Brot und Brötchen kaufen können, beginnt Ihre Arbeitszeit daher sehr früh. Bitte bedenken Sie, dass einige Bäckereien auch Sonntags geöffnet haben. Sie sollten damit rechnen, auch am Wochenende zu arbeiten.


Bäckereifachverkäuferin Voraussetzungen

  • Mit einer guten Kenntnis von Deutsch und Mathematik können Sie problemlos Ihre Ausbildung als Bäckereiverkäuferin beginnen.
  • Ein guter Hauptschulabschluss ist in der Regel ausreichend.
  • Im Verkauf soll die gelernte Fachverkäuferin ihren Schwerpunkt sehen und Freundlichkeit und Kommunikationsfreude ausstrahlen. 
  • Beim direkten Kontakt mit den Kunden sollen die Waren bestmöglich präsentiert werden. Eine gute Arbeitsweise zeichnet sich dabei nicht allein durch Schnelligkeit aus, sondern vor allem durch die Fachkenntnis zu den Backwaren. 
  • Sie müssen sich jedoch nicht nur im Bereich der Lebensmittel gut auskennen, sondern sollten auch im Thema Hygiene gut geschult sein. 

 


Bäckereifachverkäuferin Ausbildung

Die Ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin dauert in der Regel drei Jahre. Den praktischen Teil lernen Sie vor allem in Ihrem Ausbildungsbetrieb. Für den theoretischen Teil besuchen Sie die Berufsschule, entweder als Blockform oder wöchentlich an festen Wochentagen. 

 

Die Ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin endet mit einer theoretischen und praktischen Prüfung. 

 

Wenn Sie sich um eine Ausbildungsstelle bewerben möchten, ist kein bestimmter Schulabschluss notwendig. 

Die meisten Bäckereien stellen aber vorwiegend Auszubildende mit Hauptschulabschluss ein.

 

In Ihrer Ausbildung zur Fachverkäuferin lernen Sie alles über Brot und Kuchen. Einige Bäckereien bieten auch Snacks und kleine Gerichte an, die Sie zubereiten und servieren. Außerdem werden dort häufig auch Kaffee und andere Getränke verkauft.

Darüber hinaus erlernen Sie den Umgang mit Maschinen, die Präsentation von Waren, die richtige Beratung der Kunden und die nötigen kaufmännischen Kenntnisse.

 

Gegen Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Mit dieser Zwischenprüfung wird Ihr Lernstand überprüft, um am Ende der Ausbildung die Abschlussprüfung zur Bäckereifachverkäuferin bestehen zu können.

Wenn Sie die Zwischenprüfung nicht gut abschließen, müssen Sie sich vorerst keine Sorgen machen. Schlechte Noten haben in der Zwischenprüfung erst einmal keine Konsequenzen für Sie.

 

Bei der Abschlussprüfung am Ende des dritten Lehrjahres werden Sie eine schriftliche und eine praktische Prüfung ablegen.

In der schriftlichen Prüfungen werden Ihnen u.a. Fragen aus den Bereichen Beratung und Verkauf und zum Umgang mit Waren gestellt. Zudem wird ihr Wissen in Betriebswirtschaft und WiSo abgefragt.

 

Unsere Prüfungsunterlagen decken alle Themenbereiche ab, die für die Prüfung relevant sind. Nutzen Sie die umfangreichen Fragebögen und Hilfen zum Lernen.

 

Im praktischen Teil der Abschlussprüfung bekommen Sie in der Regel vier Aufgaben gestellt. Dabei geht es um Themen, die Sie aus Ihrem Berufsalltag in der Bäckerei schon kennen. Sie müssen z.B. einen Kunden beraten, Kuchen schneiden und verpacken oder ein Buffet aus Backwaren zusammenstellen.

 

Nach Ihrer bestandenen Abschlussprüfung dürfen Sie sich dann Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk nennen und können in einer Bäckerei, im Lebensmitteleinzelhandel oder bei einem Partyservice arbeiten.


Nach erfolgreicher Ausbildung haben sie u.a. folgende Kompetenzen:

Kunden über die Brotsorten und Inhaltsstoffe beraten

 

  • Kunden über die Brotsorten und Inhaltsstoffe beraten
  • Kuchen perfekt anschneiden
  • Waren verkaufen und verpacken & Werbetafeln gestalten
  • Brötchen ansprechend belegen, garnieren und auslegen
  • Kuchen perfekt anschneiden, Brot schneiden & verpacken
  • bunte Platten zusammenstellen
  • Brote und Backwaren ansprechend in die Regale und Auslage einsortieren

Bäckereifachverkäuferin Prüfung

Die Abschlussprüfung besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil. Im praktischen Teil, der bis zu acht Stunden dauern kann, muss der Prüfling beweisen, dass er den Verkauf und die Beratung der Kunden, auch wenn diese besondere Wünsche haben, beherrscht, die Waren korrekt verpacken und ebenso korrekt kassieren kann.

 

Außerdem wird die Präsentation der Waren, die Dekoration der Theke und des Verkaufsraumes und das Herstellen von Werbemitteln geprüft. Hinzu kommen lebensmittelrechtliche Kenntnisse, Sicherheits- und Gesundheitskenntnisse, Hygiene- und Umweltwissen sowie wirtschaftliches und ökologisches Wissen, dass während der Prüfung unter Beweis gestellt werden muss. In der schriftlichen Prüfung muss das in der Berufsschule erlernte Wissen nachgewiesen werden.

 

Prüfungsunterlagen für Bäckereifachverkäuferinnen erhalten Sie im Bereich Bäckereifachverkäuferin Prüfungsfragen.

 

In unserem Lernblog für Prüflinge erhalten Sie u.a. hilfreiche Tipps, wie Sie sich auf Ihre Prüfungen vorbereiten können und den Lernstoff auch verinnerlichen.

 

Die schriftlichen Prüfungen sind relativ komplex und umfassen die Bereiche:

 

  • Verkauf und Beratung (Warenpräsentation, Ernährungslehre, Marketing, Umweltschutz u.m.)
  • Waren (Torten und Desserts, Rohstoffe, Kleingebäcke, Süßwaren, Brote, Teige und Massen u.m.)
  • Betriebswirtschaftliches Handeln (Prozentrechnen, Kalkulation, Kassenbestand, Dreisatz  u.m.)
  • Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSO) (Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht, Vertragsrecht u.m..)

 

In der Prüfung müssen Sie  Fragen beantworten, die sich u.a. um verschiedene Teigsorten, Brot und Kleingebäck drehen. Abgefragt werden auf jeden Fall auch die Themen Warenpräsentation, Kundentypen, Backprozesse, Hygienefragen und Fachmathematik.

 

Es ist durchaus möglich, dass Sie eine komplexe Aufgabe bekommen, die dann alle prüfungsrelevanten Themen abdeckt.

 

z.B. Frau Bauer kommt in Ihren Laden und möchte Backwaren für ein Kaffekränzchen kaufen. Die Kundin erwartet von Ihnen ein gutes Angebot. Nun sind Sie dran:

 

  • Wie viele Gäste erwartet der Kunde?
  • Welchen Geschmack bevorzugt die Kundin?
  • Auswahl der Kuchen 
  • Zusatzverkauf
  • usw.

 

Vor ihrem Prüfungstermin ist es durchaus hilfreich, Verkäuferinnen anzusprechen, die Ihre Prüfung vor kurzem erst abgeschlossen haben. Die können gute und hilfreiche Tipps geben, was in der Prüfung so abgefragt wird und worauf zu achten ist. Es gibt auch Facebookgruppen für Fachverkäufer, auch da wird Ihnen gerne geholfen. 


Bäckereifachverkäuferin gehalt

Gehalt Bäckereifachverkäufer
  1. Ausbildungsjahr 550-730,- €
  2. Ausbildungsjahr 590-820,- €
  3. Ausbildungsjahr 710-950,-€
  • Einstiegsgehalt: 1470,-€ - 1800,-€
  • Mindestlohn: 8,84 € gilt bundesweit
  • Der Stundenlohn einer ausgebildeten Verkäuferin liegt im Durchschnitt bei 9,40 €. Wenn Sie keine Ausbildung im Lebensmittelhandwerk absolviert haben, so können Sie mit mind. 8,84 € rechnen.

Auf der Seite Gehaltsvergleich.com finden Sie genaue Informationen wie viel Sie in Ihrer Region im Schnitt verdienen.

 


Weiterbildung Bäckereifachverkäuferin

Weiterbildung - Möglichkeiten für Bäckereifachverkäufer

Nach bestandener Abschlussprüfung ändert sich ihr Gehalt beträchtlich. Als frisch gebackene Bäckereifachverkäuferin bekommen Sie in der Regel ein Einstiegsgehalt, je nach Berufserfahrung bekommen Sie auch mehr Lohn.

 

Um ihre Kompetenzen zu erweitern, beruflich aufzusteigen und natürlich um auch mehr Geld zu verdienen, ist eine Weiterbildung immer eine tolle Möglichkeit, um ihre Karriere auszubauen. 

Nach abgeschlossener Berufsausbildung dürfen Sie sich offiziell Fachverkäuferin im Bäckerhandwerk nennen.

 

Fachlehrer/in

 

Mit einer Weiterbildung zum Fachlehrer können Sie ihr Wissen an die nächste Generation der Bäckereifachverkäuferinnen weitergeben.

 

Ernährungsberaterin im Bäckerhandwerk

 

Mit dieser Qualifikation heben Sie sich mit Ernährungskompetenz vom Markt ab und schaffen für sich persönlich und für Ihren Betrieb neue Chancen.

 

Verkaufsleiter/in im Nahrungsmittelhandwerk

 

Als Verkaufsleiterin im Nahrungsmittelhandwerk organisieren und leiten Sie den Verkauf in größeren Bäckerei- oder Konditoreibetrieben. In größeren Betrieben können Sie sogar eine ganze Abteilung oder Filiale leiten. Sie lernen die Mitarbeiter ein, überwachen die Arbeitsabläufe und sind für den Warenbestand und die Lieferungen zuständig.

 

Studium

 

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung können Sie auch ein Studium ins Auge fassen. Mögliche Studiengänge wären beispielsweise: BWL, Handel oder Management. 


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Kommentare: 3
  • #1

    Bienchen (Sonntag, 09 Oktober 2016 19:26)

    Hallo, ich bin begeistert von Ihrem Artikel, ich habe dieses Jahr im September meine Ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin begonnen. Ihr Artikel ist sehr motivierend, es ist sehr interessant zu wissen welche Möglichkeiten dieser tolle Beruf bietet. Eine tolle Woche wünscht Sabine

  • #2

    Christiane Wilhelm (Freitag, 28 Oktober 2016 12:05)

    huuiii, echt tolle Übersicht :-) Könnten sie bitte einen Artikel schreiben speziell für Bäckereifachverkäuferinnen in Bezug auf Weiterbildungen und Karriemöglichkeiten? Mich und viele andere interessiert dieses Thema bestimmt ganz sehr. Ganz liebe Grüße Chrissi

  • #3

    Sahnesanne (Mittwoch, 24 Januar 2018 10:28)

    Danke für die tollen Infos und Unterlagen. Ich durfte meine Ausbildung verkürzen und habe im Dezember schon meine Prüfung abgelegt und bestanden. Schöne Grüße Susanne